Kirche Saint-Martin

Die Kirche Saint-Martin in Torny-le-Petit wurde auf einem Hügel erbaut, der einen weiten Rundblick auf die Umgebung bietet. Sie ist mit eindrucksvollen zeitgenössischen, zugleich bildlichen und dekorativen Kirchenfenstern ausgestattet.

Im XIX. Jahrhundert entdeckte ein Bauer bei der Arbeit auf seinem Feld zu seiner Überraschung Objekte aus Bronze und Eisen: Er befand sich über einem Hügelgrab aus der Eisenzeit und hielt Ornamente etruskischen Ursprungs in den Händen. Ein Marmorstück mit einer römischen Inschrift führte Archäologen zu dem Schluss, dass die Kirche am Standort eines Tempels erbaut wurde, der dem Gott Janus gewidmet war.

Die erste Kirche von Torny wurde im IX. oder X. Jahrhundert vom Bischof von Lausanne gegründet. Die aktuelle Kirche wurde 1823 geweiht und Ende des XIX. Jahrhunderts umgebaut. Sie ist dem Heiligen Martin gewidmet, einem Mönch und Bischof, der 397 starb.

Die Kirchenfenster sind besonders eindrucksvoll, die intensiven Farben erinnern an hinduistische Miniaturen. 1989 gestaltete der Schweizer Maler Claude Sandoz hier seine ersten Kirchenfenster, inspiriert von seinen zahlreichen Reisen nach Asien.

Seine Illustrationen des Lebens des Heiligen Martins, das in der Goldenen Legende erzählt wird, sind aussergewöhnlich. Die Bilder nehmen den Betrachter mit auf eine Reise. Besonders beachtenswert sind beispielsweise die vielen Tiere im ersten Fenster rechts, vor allem der Bär: In einem tiefen Wald wurde der Esel des Heiligen Martins von einem Bären gefressen, daraufhin zwang der Heilige den Sohlengänger dazu, ihn zu ersetzen und sein Gepäck zu tragen. Können Sie den Esel jetzt erkennen? Der berühmteste Abschnitt im Leben des Bischofs wird im mittleren Fenster dargestellt: Der junge Amtsträger zerschneidet seinen Mantel und schenkt eine Hälfte einem Bettler. Im Chor faszinieren die Augen Gottes. Sie bringen die Welt des Künstlers zum Ausdruck, der Wahrzeichen der Tradition verwendete und sie mit einer persönlichen Note versah.

Im XIX. Jahrhundert war die Region von Torny-Middes für ihre Hexen und Hexer bekannt. 1458 wurde ein Bewohner des Ortes in Lausanne verurteilt. Er wurde der Ketzerei verdächtigt und vernommen – oder vielmehr gefoltert – und anschliessend zum Tod durch das Feuer verurteilt.
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