Das E-Bike bringt neue Horizonte in Reichweite

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  1. Sanfte Mobilität: Segeln mit dem Wind
  2. Jeder und jedem sein E-Bike
  3. Elektrovelos und ihr Unterhalt
  4. Welches E-Bike für welchen Parcours?
  5. Per E-Bike zum Bergglück
  6. Kleine Auswahl an E-Bike-Routen
  7. Dank E-Bike zurück zum Sport

Sanfte Mobilität: Segeln mit dem Wind

© Pascal Gertschen

Mit dem E-Bike kommt man weiter als früher in den kühnsten Träumen. Wege und Pfade, einst trainierten Ausdauersportlern vorbehalten, werden dank E-Bikes und E-Mountain-Bikes zu erkundbarem Neuland für fast alle.

Seit einigen Jahren sind Elektrovelos total im Aufwind, sie verführen sämtliche Generationen, was einen veritablen Mentalitätswechsel widerspiegelt. Das E-Bike ist heute überall salonfähig, sowohl in der Stadt wie am Berg, auf dem Arbeitsweg wie in den Ferien.

Schon jetzt ist klar, dass dieser Boom nicht nur eine vorübergehende Mode, sondern einen Trend darstellt, der unser Mobilitätsverhalten dauerhaft mitprägt. Im 2020 wurden in der Schweiz 171’132 E-Bikes verkauft (Quelle Velosuisse.ch). Zum Vergleich: Im 2006 waren es erst 3’181 E-Bikes. Und auch gegenüber dem Jahr 2019 stiegen die Verkäufe von Elektrovelos um ganze 28,5%.

E-Bikes gefallen Sportlern ebenso wie Tagesausflüglern. Eine derartige Begeisterung ist eine wunderbare Voraussetzung für spezifische Angebote, mit denen die neuen Möglichkeiten sanfter Mobilität und sportlicher Aktivität voll ausgekostet werden können.

Der Greyerzersee wie der Murtensee und ihre entdeckenswerten Umgebungen waren noch nie so einfach zugänglich wie heute mit Pick-e-bike, dem neuen Sharing-System für E-Bikes. Mit der Gratis-App Pick-e-Bike, erhältlich via Google Play oder im App Store, reserviert man ganz einfach sein Elektrovelo und schon geht’s los zur Eroberung schönster Routen und Feldwege. Um auch die vier Ecken der Hauptstadt zu erkunden, ist PubliBike in der Stadt Freiburg präsent. Schwing Dich in den Sattel, es geht los!

Jeder und jedem sein E-Bike

Die Auswahl an E-Mountain-Bikes ist riesig, preislich variieren sie vom einfachen Angebot bis zum Fünffachen. Vor einem Kauf sollte man sich über die persönlichen Ambitionen im Klaren sein, aber auch Kondition und Fahrtechnik realistisch einschätzen. Ob vergnüglich ausfahren, eine Stadterkundung oder eine sportliche Leistung auf Singletrails in den Bergen, alles ist möglich.

Genau wie bei muskelbetriebenen Mountainbikes (Standard) betrifft der wichtigste Unterschied zwischen einem „Hardtail“ und einem „Fully“ auch bei den E-Mountainbikes die Federung. Während bei ersteren lediglich die Gabel gefedert ist, verfügen die „Fullys“ auch hinten über effektive, stossdämpfende Federungen. Dieser Mehrwert rechtfertigt sich insbesondere auf anspruchsvollem Terrain, also einer Fahrt über Stock und Stein.

© Pascal Gertschen

Der Motor des E-Bikes

Für E-Bikes, die vor allem in städtischem Umfeld gefahren werden, sind Velomotoren in zwei Kategorien erhältlich: leichtere Motoren, mit denen bis 25 km/h erreicht werden und stärkere, die bis 45 km/h beschleunigen können. Für die schnelleren E-Bikes sind Fahrzeugausweis, Nummernschild, eine jährliche Vignette sowie Helm und Führerausweis obligatorisch.

Es gibt sogar Bausätze im Handel, um ein Standard-Velo zu einem E-Bike auszubauen. Dabei kann ein Motor ans Vorderrad, ans Hinterrad oder ans Tretlager montiert werden. Das vermutlich bekannteste System in der Schweiz für diese Verwandlung heisst Rubbee.

Elektrovelos und ihr Unterhalt

Aus Sicherheitsgründen ist ein regelmässiger Unterhalt des E-Bikes unabdingbar. Bei höherer Geschwindigkeit nützen sich gewisse Teile stärker ab, insbesondere die Bremsen. A propos, bei Abfahrten empfiehlt es sich, statt kontinuierlich mit angezogenen Bremsen zu fahren, diese zwischendurch zu lösen. Das entlastet die Bremsscheiben enorm.

Die regelmässige Wartung ist ein unverzichtbares Investment für alle, die ihre E-Bikes möglichst lange erhalten möchten. Zwar bringt das etliche Kosten mit sich, dafür gewinnt man Sicherheit und einen ruhigen Geist für 100% Vergnügen

Heimwerker, die nicht gerade zwei linke Hände haben, finden Video-Anleitungen zum selber Ausführen von Reparaturen, zum Ersetzen mechanischer Teile oder zum Hinzufügen von Accessoires.

© Pascal Gertschen

Trick des Tages

Das E-Bike mag es nicht, wenn man mit dem Hochdruckreiniger anrückt. Wer die sanfte Methode mit dem Gartenschlauch wählt, spült auch nicht das ganze Fett von der Kette. Man spart also Zeit und Geld!

Welches E-Bike für welchen Parcours?

E-Mountain-Bike

Folgst Du dem Lockruf der Höhe und der Berge? Mit dem E-Mountain-Bike sind so manche Gipfel machbar, aber auch ein Gebirgspass verspricht viel Genuss. Sofern man die eigene Fahrtechnik und Kraft in den Beinen nicht überschätzt, sind E-Bike-Touren in die Berge von Les Paccots, Schwarzsee und der Region La Gruyère mit einer angenehmen Dosis Adrenalin verbunden. Ob man die E-Bike-Routen allein, im Freundeskreis oder en famille erobert, immer profitiert man von herrlich frischer Luft und einem befreienden Tapetenwechsel.

Neu auf dem E-Mountain-Bike?

Zögerst Du noch, Dich zum ersten Mal auf ein E-Mountain-Bike zu schwingen? Die Bike Berra School bietet Einführungskurse und geführte E-Mountain-Bike-Touren für Kinder oder Erwachsene an. Einfach vorher reservieren! Die Coaches – es sind auch Deutschschweizer Instruktoren verfügbar – versorgen Dich mit den nützlichen Ratschlägen und persönlichen Tricks, so dass die Ausfahrt in aller Sicherheit und mit viel Spass verläuft.

Die E-Bike-Tour ins Gebirge von La Berra und die Route von den Kreten der La Berra bis zum Ufer des Greyerzersees verbinden das Fahr-Vergnügen mit der Entdeckung der regionalen Alp-Kultur und kulinarischen Degustationen. Diese zwei Touren werden ab 2 bis maximal 6 Personen organisiert.

Die Philosophie des Geniessens hat auch Les Paccots verinnerlicht, wie etwa beim Angebot E-Bike und Fondue klar wird. Man startet in Châtel-St-Denis oder in Les Paccots und folgt einer der vorgeschlagenen E-Bike-Strecken. Unterwegs stöbert man den schönsten Rastplatz fürs Open-Air-Fondue auf. Ein Tipp: Die Aussicht ist mindestens so wichtig wie ein bequemer Untergrund fürs Hinterteil. Also klug wählen!

E-Bike für die genüssliche Ausfahrt

Wenn steile Gebirge und grosse Höhenunterschiede Dich nicht motivieren, ist das kein Problem. Die Region Freiburg hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Im Gebiet des Vully oder in der Broye-Region enthüllen sich die schönsten Landschaften schon mit minimaler Anstrengung. Breite Forstwege, idyllische Uferzonen, flache Gemüse-Anbaugebiete oder die römischen Stätten haben ihren eigenen Charme und sind eine Eroberung mit dem E-Bike ebenfalls wert.

© rawkingphoto.ch

E-Bikes stehen auch mit Anhängern zur Miete bereit. So wird die Ausfahrt mit Kleinkindern, tierischen Begleitern und Gepäck zu einer richtigen Expedition.

Bei Rent a Bike am Bahnhof Murten kann man ein passendes E-Bike für einen Tag oder länger mieten. Eine vorgängige Reservation ist empfehlenswert. Wer dann noch mit dem Zug anreist, macht punkto sanfte Mobilität alles perfekt.

Bike Broye schlägt nicht weniger als 18 Velorouten fernab des motorisierten Verkehrs vor. Start ist in Avenches, in Estavayer-le-Lac, in Payerne, in Vallon oder einmal mehr in Murten. Dann radelt man genüsslich los um die reiche Geschichte dieser Region zu erkunden, immer schön weit weg von den grossen Verkehrsströmen.

Hier findet man viele weitere Vorschläge für E-Bike- oder E-Mountain-Bike-Routen, je nachdem welche Region im Kanton Freiburg man erkunden möchte und je nach den persönlichen sportlichen Ambitionen.

Die App oder die Website von SchweizMobil bietet zahlreiche gute Ideen für eine nächste Ausfahrt. Dabei verspricht das E-Bike doppelten Genuss, sprich Geschwindigkeitsrausch beim Anstieg wie bei der anschliessenden Abfahrt!

Per E-Bike zum Bergglück

„Die eigene Freiheit hört dort auf, wo diejenige der andern beginnt“. Das E-Mountain-Bike erlaubt den Vorstoss in Gebirgszonen, welche für klassische Mountainbikes kaum oder gar nicht in Reichweite liegen. Das kann zu schwierigen Situationen führen, etwa dann, wenn man sich den Weg mit Wanderern teilt.

Die rasante Entwicklung in Sachen E-Bikes und die explosionsartige Zunahme deren Verkäufe lösen beim gemeinsamen Nutzen schmaler Pfade oft Spannungen oder Unverständnis aus.

Wenn die E-Mountain-Biker auch zunehmend Fusswege befahren (können), es bleibt dabei: Fussgänger haben Vorrang auf den Wanderwegen. Das heisst, Velofahrende müssen ihre Geschwindigkeit anpassen.

Man sollte also vermeiden, auf einem Pfad plötzlich wie aus dem Nichts aufzutauchen oder in vollem Tempo heran zu rasen. Wandernde bemerken E-Bikes oftmals erst im letzten Moment, sei es im Anstieg oder beim Abstieg.

Logischerweise gelten immer noch die Regeln des Anstands und des Respekts. Meist reichen ein freundliches „Guten Tag!“ und ein Lächeln, damit die Begegnung gut verläuft.

Die Natur wohlwollend zu teilen ist zwar eine Herausforderung, aber machbar. Im Wald ist es schliesslich ebenso wichtig, die signalisierten Wege nicht zu verlassen, damit den Tieren die Ruhe ihres natürlichen Umfeldes erhalten bleibt.

© Pascal Gertschen

Kleine Auswahl an E-Bike-Routen

Auf der Webseite von Fribourg Region finden sich nicht nur die wichtigsten E-Bike-Routen des Kantons, sondern auch die Standorte der verfügbaren Ladestationen. Praktisch!

Wer mit dem E-Bike in die Berge will, sollte auch an die Bergbahnen denken, welche Elektrovelos transportieren. Dann kanns noch höher hinausgehen!

Die Region La Gruyère per Velo

Die 43 Kilometer lange E-Bike-Tour Bulle und die umliegenden Schlösser hält vielerlei Entdeckungen und selbst für die einheimischen Greyerzer ein paar Überraschungen bereit. Die Strecke führt am Château de Bulle, am Schloss Gruyères, am Schloss Broc, Schloss Vuippens und am Château de Vaulruz vorbei.

Einen Stopp einlegen kann man auch bei einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region La Gruyère, etwa bei der Schokoladenfabrik La Maison Cailler oder bei der Schaukäserei La Maison du Gruyère. Im Sommer lädt zudem der Greyerzersee zum Eintauchen ein, bevor man sich zurück auf den Sattel schwingt.

Einiges sportlicher ist die Tour mit dem E-Mountain-Bike Charmey – Vounetse über Les Reposoirs. Da brauchts auch mit E-Unterstützung etwas Mumm.

Der Gipfel des Vounetse lässt sich ab Charmey in 3 Stunden erobern. Das erste Wegstück durch das friedlich-ruhige Vallée du Javroz ist ein sanftes Aufwärmen für die Beine. Die Strecke ist sehr idyllisch, ja sogar etwas mystisch, ganz besonders wenn man einen kurzen, doch eindrücklichen Blick auf die abgeschiedene Kartause La Valsainte erhascht. 

Deutlich ernster wird die Angelegenheit beim sogenannten Pré-de-L’Essert. Ab hier bis zum Gipfel auf 1627 m.ü.M. wird den Waden keine Erholung mehr gegönnt, es sei denn … Eine kleine Erfrischung in der Auberge de Tissiniva (1474 m.ü.M.) sollte man nicht verpassen. Der ganze Aufstieg erfolgt auf Alpwegen, welche für den übrigen Verkehr gesperrt sind.

Dasselbe gilt für die Abfahrt auf der anderen Seite, die übrigens an der Mittelstation der Bergbahn vorbeiführt. Das letzte Stück vor dem Dorf Charmey fährt man auf einem asphaltierten, aber wenig befahrenen Strässchen.  

Nach Schwarzsee radeln

Die E-Bike-Routen erlauben es, die Ankunft des Frühlings oder die milden Sommerabende in ihrer ganzen Pracht zu geniessen. Im Sensegebiet, dem deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg, lockt die 72 Kilometer lange Herzschlaufe Sense.

Die als Nr. 299 ausgeschilderte Route ist eine Herausforderung, die man dank E-Bike gut und gerne annehmen kann. Hügel und Distanzen sind keine unüberwindbaren Hindernisse mehr, sondern Genuss pur. Die Strecke führt durch idyllische und intakte Natur und bietet viel Abwechslung. Überall könnte man eine Picknick-Pause einschalten. Warum nicht am Flussufer?

© Pascal Gertschen

Die „Königsstrecke“ durch den Glâne-Bezirk

Die Mountain-Bike-Tour durch den Glâne-Bezirk ist mit 90 Kilometern recht anspruchsvoll, mit einem E-Mountain-Bike aber problemlos zu meistern. Unterwegs entdeckt man den Wald von Boulogne, Rue, das kleinste Städtchen Europas, das Tapetenmuseum in Mézières, wunderbar erhaltene Landschaften zwischen Châtelard und Orsonnens, aber auch zwischen Sommentier und Promasens. Die Dörfchen scheinen nur so vorbeizufliegen, und an lauschigen Plätzchen für eine kleine Pause fehlt es nicht.

Dank E-Bike zurück zum Sport

Das E-Bike kann die Freude an sportlicher, aber doch sanfter Bewegung zurückbringen. Etwa nach einer schlechten Erfahrung beim Ausüben von Sport oder nach einer längeren Pause ohne sportliche Betätigung. Ein Wiedereinstieg ist oft nicht einfach, lohnt sich aber aus mehreren Gründen.

Auf dem E-Bike kann man Freundinnen und Freunde begleiten, die sportlicher und ohne Elektrounterstützung unterwegs sind. Dabei profitiert man von der guten Stimmung einer Gruppe. Langsam aber sicher darf das Training im Laufe der Zeit auch intensiver werden. Gemäss einer Studie der Universität Basel ist der Trainingsnutzen von täglichem E-Bike-Fahren demjenigen von Velofahren aus eigener Muskelkraft ebenbürtig. Nach vier Wochen hat sich die Sauerstoffaufnahmekapazität in exakt gleichem Masse erhöht.Das E-Bike und eine vergnügliche Route wählen, und schon spürt man Lust zum Lospedalen. Warum nicht die Ausfahrt mit einem Gourmet-Stopp aufpeppen? Es locken Egli-Filets am Murtensee, Meringues mit Greyerzer Doppelrahm in Jaun oder vielleicht eine überbackene Champignons-Schnitte in einem Alpbeizli … Natürlich tritt da die Sorge um die schlanke Linie in den Hintergrund, aber die Freude an der frischen Luft und das Vergnügen der Bewegung sind allemal viel wichtiger!

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